Montag, 13. Januar 2014

Praktische Ratschläge und Hinweise für den Monat Januar

Auch im Januar kommen ein paar Anregungen für Garten, Obstgarten und Ziergarten. Eine Lektüre, die Ihr in der Wartezeit, bis es im Frühling wieder losgeht, in Ruhe lesen könnt. Los geht’s mit:  

Allgemeine Gartentipps  

* > Zuerst ein paar Tipps für Neuanfänger. Wenn man sich einen Garten zulegt, sollte man wissen, dass auch die kleinste Fläche beim Bebauen und Betreuen Arbeit bedeutet. Einer großen Bedeutung muss der gesamten Fläche zugeordnet werden. Wer sie für seine Bedürfnisse zu groß wählt, bei dem kommen die Gartenfreuden zu kurz. Schließlich soll ja der eigene Garten keine zweite Arbeitsstelle sein sondern auch der Entspannung und Freude am selbst geschaffenen Kleingarten dienen.  

* > Wer einen richtigen Komposthaufen gemacht hat, kann ihn in diesem Monat umsetzen. Denn, um gute Komposterde zu haben, darf auch die Pflege nicht fehlen. Ist die Außenhaut gefroren, werden die Schollen abgeschlagen und beim Umsetzen nach Innen gebracht. Das bisher innen gelegene Material dann außen aufgebracht. So ist für eine gute Durchlüftung gesorgt. Diese Erdhaufen dürfen aber nicht höher als 1 m sein.  

* > Fertige Komposterde kann auch bei Frost auf das Land gegeben werden. Man sollte sie aber vorher durch ein grobmaschiges Sieb durchsieben. Vorausgesetzt, man hat eine Winterscholle im Herbst gegraben. Im Frühjahr wird sie dann nur oberflächlich eingearbeitet. Wird erst im Frühjahr umgegraben, bringt man die Komposterde danach auf die Flächen und arbeitet sie dann ein.  

* > Holzasche, dazu gehört auch die Asche vom Grill, und ein geringer Teil Ruß der Steinkohle gehören nicht auf das Land sondern in den Kompost. Über die Zersetzung im Kompost kommen sie besser zur Wirkung als wenn man sie untergräbt.  

* > Eine natürliche Schutzdecke ist Schnee. Deshalb sollte man ihn nicht nutzlos auf Wegen liegen lassen, sondern zu den im Freien stehenden Pflanzen bringen. Besonders Pulverschnee ist gut für wintergrüne Stauden und andere niedrige Pflanzen.  

* > In der Hauptsache sollte man als Kleingärtner Mineraldünger, die mehrere Nährstoffe enthalten, verwenden. Das ist der sicherste Weg, dass alle Pflanzen das bekommen, was sie für ihren gesunden Aufbau benötigen. Er kann kurz vor der Bestellung der Beete flach eingearbeitet werden. Bei Erdbeeren, Bäumen, Sträuchern und anderen Dauerkulturen verwendet man immer trockene Dünger, die anschließend vorsichtig in den Boden eingearbeitet werden.  

* > Bevor der Frost eintritt sollte man nochmals die Zapfstellen der Wasserleitung überprüfen, ob sie genug eingepackt sind. Vor allem Wasserhähne aus Messing sind sehr empfindlich für Frost. Trotzdem das Wasser abgelassen ist, ist dieses Metall besonders frostempfindlich.  

* > Kiefernholz ist besser für alle im Garten benötigten Bretter, Stäbe usw. wie Fichte. Das Holz ist harzreicher und hält länger den Wettereinflüssen stand. Trotzdem sollte man es imprägnieren. Zeit ist in diesem Monat ja genug dazu.  

* > Gartengeräte müssen ab Februar einsatzbereit sein. Deshalb sollte man sie jetzt nochmal untersuchen und eventuelle Reparaturarbeiten machen. Beim Anbringen von Stielen bei Harken, Hacken usw. ist auf die Länge zu achten. Ein Stiel sollte immer so lang sein, dass eine starke Krümmung des Rückens vermieden wird. Für Spaten und Grabegabel beträgt die durchschnittliche Steillänge 85 cm und sollte mit einem T- Griff enden.  

* > Handspaten und Kleingrubber (kleiner Dreizink mit kurzen Stiel) erleichtern das Säubern bei dicht stehenden Pflanzen. Mit einem Pflanzlocher kann man ganz einfach runde Löcher ausheben und Pflanzen mit Topfballen einsetzen. Ideal für das Pflanzen von Gladiolen, da auch seitwärts eine Skala angebracht ist.  

Der Gemüsegarten  

* > Wer schlau im letzten Jahr war, hat sich aufgeschrieben, was auf welchem Beet gewachsen ist. Wenn Gemüsearten mehrmals auf dem gleichen Beet angebaut werden, kommt es zu Ertragsminderung und verstärkten Befall von Krankheiten und Schädlingen. Da hilft auch kein Volldünger. Beim Wechsel der Gemüsearten, man sagt dazu Fruchtfolge, tritt so etwas nicht auf. Vielen Kleingärtnern steht keine große Anbaufläche zur Verfügung. 
Um dennoch die Nutzung so intensiv wie möglich zu machen, legt man Mischkulturen an. 

Diese haben auch noch den Vorteil, dass einzelne Arten weniger von Schädlingen befallen werden. Klassisches Beispiel sind Möhren und Zwiebeln. Aber auch Kohlrabi und Kopfsalat, Gurken und Sellerie, Möhren und Radies oder Buschbohnen und Gurken. Man muss aber auf den Wuchscharakter der einzelnen Sorten achten. Es darf nicht dazu führen, dass bei zu wenig Abstand der einzelnen Sorten die eine von der anderen unterdrückt wird.  

* > Das Bestellen des Saatgutes im Onlinehandel darf nicht zu spät sein, denn auch da kann es manchmal zu Lieferschwierigkeiten, auf Grund hoher Nachfrage, kommen. Bevor man übergebliebenes Saatgut vom letzten Jahr verwendet, ist es ratsam, eine Keimprobe zu machen. Auf einem ständig feucht gehaltenen Küchenfließ legt man abgezählte Samenkörner. Keimen über 50%, dann kann man es noch benutzen. Nur muss man dann mehr davon aussäen wie sonst.  

* > Wenn Rhabarber rechtzeitig austreiben soll, muss er spätestens Anfang Januar mit einer starken Schutzdecke abgedeckt werden. Da es eines der frühesten Gemüse ist, muss abgedeckt werden bevor das Land tief gefroren ist. Eine starke Schicht trockener Torf hält den Frost besser ab, als eine starke Schicht Laub oder Stalldung.  

* > Vitaminreich leben in dieser Jahreszeit erreicht man, indem man Kresse in flachen Schalen aussät. Ausgelegt mit Fließpapier an einem hellen frostfreien Standort, kann man sie meistens nach 14 Tagen schon ernten.  

Der Obstgarten  

* > Jetzt ist die richtige Zeit, um seine Schnittwerkzeuge und Sägen zu schärfen. Denn nur scharfe Werkzeuge tun ihren Dienst richtig und erleichtern uns die Arbeit. Wer sich da nicht selber herantraut, geht zu einer Werkzeugschleiferei und fragt nach. Meistens machen sie es selber oder schicken sie zum Schärfen weg.

 Tipp: Nach dem Preis fragen und bei mehreren Schleifereien nachfragen.  

* > Wer die Absicht hat, ältere Obstbäume zu verpflanzen, sollte es bei Frost machen. Er ist da eine echte Hilfe. Am besten geht es mit älteren Apfelbäumen. Bei Birnen auf Sämlingen ist es schon schwieriger. Bei Süßkirschen gelingt es selten, weil sie später mit Gummifluss reagieren. Die richtigen Vorbereitungen sind allerdings das Wichtigste.  

Dazu gehört, dass man eine große Ballengröße behalten muss. Um diesen Durchmesser gräbt man einen 50 cm breiten Graben. Die Tiefe richtet sich nach der Wurzeltiefe. Der Ballen wird nach unten im Durchmesser verjüngt und bis auf einen Rest unterhöhlt. Nach dem man den Ballen dem Frost ausgesetzt hat bis er durchgefroren ist, was man mit zusätzlichen Wassergaben beschleunigen kann, wird er in die vorbereitete neue Pflanzgrube der gleichen Größe und Tiefe transportiert.  

Die Baumkrone muss soweit zurückgeschnitten werden, dass sie im Gleichgewicht zur Größe des Wurzelballens steht. In dem Rest der neuen Grube wird Kompost eingefüllt. Abgedeckt wir die neue Pflanzstelle mit einer dicken Schicht Torf oder Stallmist, die die Feuchtigkeit im Boden hält und die Wurzelbildung fördert.  

* > Willst Du überalterte oder kranke Obstbäume aus Deinem Garten entfernen, dann warte nicht bis zum Frühjahr. Wenn es das Wetter zulässt, mache es noch im Januar. Du vernichtest gleichzeitig beim Entsorgen Unmengen an Krankheiten und Schädlingen, die an alten Bäumen stark vertreten sind.  

* > Wurzelschosser bei Obstbäumen, vor allem in der Nähe des Wurzelhalses, müssen an der Basis abgeschnitten werden. Manche kommen auch direkt aus den Wurzeln der Unterlage. Vorher muss immer vorsichtig die Erde beiseite geräumt werden und danach wieder aufgebracht.  

* > Apfel- und Birnenbäume, die schon tragen, können im Januar ausgelichtet werden, wenn kein starker Frost herrscht. Das Auslichten erfolgt immer dann, wenn in der Vergangenheit kein kontinuierlicher Erhaltungsschnitt gemacht wurde. Entfernt werden alle nach innen wachsende, beschädigte, kranke und sich reibende Äste.  
Alles dient der besseren Durchlüftung und Belichtung der Krone. Auch lange Jungtriebe werden mit entfernt. Sind sie kürzer, sollte man sie stehen lassen und in Fruchttriebe umwandeln. Die zu entfernenden Äste müssen an der Ursprungsstelle geschnitten werden. Aststummel dürfen nicht stehen bleiben. Das gleiche gilt für Mispeln und Quitten, damit Luft und Licht in die Sträucher gelangt.  

* > Alle jetzt noch hängenden Blätter an Obstbäumen sollte man auf Verdacht beseitigen. Sie können die eingesponnenen Räupchen des Baumweißlings enthalten und wenn mehrere Blätter zusammen gesponnen sind, sind da die Raupen des Goldafters drin. Beide Raupenarten können beträchtlichen Schaden machen. Da sie meistens an Triebspitzen junger Triebe diese Blätter nutzen, ist es günstiger die Triebe abzuschneiden und zu vernichten.  

* > Ein prüfender und genauer Blick für unsere Obstbäume sollte nicht vergessen werden, wenn wir im Garten sind. Vor allem die einjährigen Triebe müssen genauer angesehen werden. Siehst Du am Ansatz des neuen Triebes so einen kleinen spiralförmigen Ring, dann musst Du ihn abschneiden und verbrennen. Das ist ein Gelege des Ringelspanners, der mit keinem Spritzmittel bekämpft werden kann.  

Der Ziergarten  

* > Bei frostfreiem Wetter kann man auf die Rasenfläche schon in diesem Monat gesiebte Komposterde 2 cm stark auftragen. Damit sie überall gleichmäßig liegt, nimmt man eine Holzharke und harkt den Rasen gleichmäßig.  

* > Laubgehölze können in diesem Monat an frostfreien Tagen geschnitten werden. 1 bis 2 Grad unter Null schadet noch nichts, aber ist es kälter, dann werden die Zweige brüchig und es kommt zu Schäden. Hecken aus Blütensträuchern, z.B. Forsythien, schneidet man nicht zu der Jahreszeit. Sie sollten am besten gleich nach der Blüte auf Form geschnitten werden. Wobei es Liguster- und Weißbuchenhecke überhaupt nichts ausmacht.  

* > Sind Hecken zu hoch geworden und deshalb unten verkahlt, hilft nur ein radikaler Rückschnitt, damit sich die Hecke neu aufbauen kann. Dabei muss mindestens 2/3 der oberen Hälfte fallen. Auch die Seitentriebe sind auf ein bis zwei Augen zurück zu schneiden. Bei immergrünen Hecken jedoch macht man den Rückschnitt erst Ende März/ Anfang April.  

* > Blütensträucher, die schon im Sommer ihre Knospen entwickelt haben, darf man im Winter nicht zurückschneiden. Zum Beispiel Goldreben, Zierkirschen, Seidelbast, Forsythie.  

* > Seerosen die über Winter im Keller eingelagert sind, muss man ab und zu überprüfen. Auf genug Feuchtigkeit des Substrats ist zu achten, damit sie nicht vertrocknen und alle nachträglich abgestorbenen Pflanzenreste sind zu entfernen. Jeden frostfreien Tag nutzen und den Überwinterungsort lüften, damit die Pflanzköpfe nicht verstocken.  

* > Bei schneearmen Wintern und strengen Frost, sollte man seinen Rosen eine zusätzliche Schutzdecke aus Torf geben. Nur Schutz durch angehäufelte Erde reicht dann nicht mehr.  

* > Nach starken Schneefall ist der Schnee von Nadelgehölzen oder anderen immergrünen Gehölzen durch vorsichtiges Klopfen von unten mit einer Harke zu entfernen. Manchmal ist es sogar während eines längeren Schneefalls und vor allem wenn es sehr nasser Schnee ist, notwendig. Durch zuviel Last auf den Zweigen droht Schneebruch.  

* > Gladiolen, Knollenbegonien und Dahlien sind im Winterquartier öfters zu überprüfen. Vor allem Dahlienknollen dürfen nicht feucht liegen, damit der Wurzelhals keinen Schaden nimmt. An ihm kommt im Frühjahr der neue Austrieb. Sollte man Schimmel an den Stengelrückständen sehen, ist es höchste Zeit zu lüften.  

* > Alle im frostfreien Räumen überwinternde Kübelpflanzen müssen ab und zu gegossen werden. Denn sie verdunsten auch da laufend Wasser. Allerdings wird sehr sparsam gegossen. Erst wieder gießen, wenn die Erde fast ausgetrocknet ist.  

Im Zimmergarten  

* > Der größte Teil der Zimmerpflanzen leidet über Winter durch große Zimmertemperaturschwankungen. Unterschiede zwischen 20° am Tag und 10° in der Nacht, machen ihnen das Leben schwer. Vor allem für Sorten, die mindestens 16° benötigen. 
Bestes Beispiel ist die Dieffenbachie, Kolbenfaden usw. Auch eine Reihe Philodendronarten haben lieber eine konstante Temperatur. Sie halten sich besser als bei den erwähnten Temperaturschwankungen. Natürlich muss man dann auch sparsamer mit dem Gießen sein und das Wasser sollte nicht zu kalt sein.  

* > Düngen und verpflanzen von Zimmerpflanzen sollte im Januar unterlassen werden. Eine Ausnahme bildet die Becherprimel. Sie braucht wöchentlich ihre 0,1% -ige Volldüngergabe, damit sie weiter reich blüht.  

* > Vorbereitete Hyazinthen auf Gläsern oder in Töpfen werden jetzt in das helle warme Zimmer geholt und am besten in das Fenster gestellt. Aber die Tüten werden erst entfernt, wenn der Stiel eine Länge von 10 – 12 cm hat.  

* > Alpenveilchen halten sich in sehr warmen Zimmern nur, wenn sie am Fenster stehen. Sie brauchen viel licht im Winter. Sonst bekommen sie schnell gelbe Blätter. Besser ist ein heller Standort am Fenster bei 15 bis 16 Grad. Dort halten sie sich monatelang und in voller Blüte.  

* > Hängenelken, Pelargonien und Fuchsien, die im Keller überwintern, muss man öfters von den vertrockneten Blättern befreien, Auch muss laufend für frische Luft an frostfreien Tagen gesorgt werden. Sie verlieren immer Blätter. Bevor sie aber in Fäulnis übergehen und die gesunden Triebe gefährden, ist es besser sie abzusammeln.  

* > Die Zimmertanne wird in trockener warmer Zimmerluft häufig von der Spinnmilbe (Rote Spinne) befallen. Die sind sind so klein, dass man sie nur mit einem Vergrößerungsglas entdecken kann. Zimmertannen sind Kalthauspflanzen und fühlen sich bei 5 bis 12 Grad wohl. Gegossen werden darf erst, wenn die Erdoberfläche trocken ist.  

* > Zu den haltbarsten Zimmerpflanzen zählt der Geweihfarn. Er stellt keine hohen Ansprüche an die Temperatur im Winter. Er kommt mit durchschnittlich 12° Zimmertemperatur aus, verträgt aber auch höhere Temperaturen und trockene Zimmerluft. Stellt man ihn in die Nähe eines Fensters, nehmen die Wedel (Blätter) eine gestrecktere Form an. Wichtig ist nur, dass das Substrat immer feucht gehalten werden muss.  

* > Die als Zimmerpflanzen sehr bekannten Sansevieraarten vertragen das Gießen im Winter nur, wenn sie in über 20° warmen Zimmern stehen. Aber auch dann darf erst gegossen werden, wenn die Erde fast ausgetrocknet ist und nur sehr wenig. Wird zuviel gegossen, faulen die Blätter ab.
 
Hat Dir der Monatsratschlag gefallen? Dann würde ich mich über einen Kommentar oder ein Gefällt mir freuen.

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Das 1 x 1 der Bodenpflege

Bodenpflege - Grundstein für ertragreiche Ernte

Garten angelegt und nichts wächst – Warum?  

Die Nachfrage bei jungen Familien nach einem Garten ist enorm angestiegen. Gerade bei Neuanfängern kommt folgendes öfters vor. Im ersten Gartenjahr war es ein ertragreiches Jahr an Obst und Gemüse. Die Gründe können sein, dass der Garten von einem erfahrenen Kleingärtner übernommen wurde, oder es war ein ausgeruhter Boden. Und im nachfolgenden Jahr war das Ergebnisse nicht mehr so gut. 

 Eine der wichtigsten Regel eines Kleingärtners heißt:  

Gleichmäßiger Ertrag und gutes Gedeihen setzen eine sachgemäße Bodenpflege voraus!  

Vor allem ist das für Obstarten sehr wichtig, denn sie bleiben für längerer Zeit am selben Standort. Bei Gemüse ist das nicht gleich so zu merken, denn da wechselt ja die Art durch die Fruchtfolge auf den Beeten. So wird immer noch genügend Nährstoff vorhanden sein, bis auch er eines Tages aufgebraucht ist. Deshalb ist es auch da notwendig, rechtzeitig mit der Bodenpflege anzufangen.  

Durch die Bodenpflege erreichen wir eine Krümelstruktur des Bodens und man hat somit die besten Eigenschaften insbesondere für die Obstsorten. Das Ziel erreichen wir mit Bodenbearbeitung, Humusversorgung, Düngung, Kalkzufuhr und Bewässerung. Nicht einzeln, sondern nur durch das Zusammenspiel aller Maßnahmen erreicht man, daß der Boden gekrümelt wird und sich sein Wasser- und Lufthaushalt bessert. Somit schafft man erst die Voraussetzung für die Tätigkeit der Kleinlebewesen im Boden und das Ergebniss ist Krümelstruktur und Gare des Bodens.

Alles fängt mit der Bodenbearbeitung an  

Im Herbst wird der Boden gründlich gelockert und mit Humus angereichert. Im Frühjahr ist der Boden durch den Frost gelockert und mit Winterfeuchtigkeit angereichert. Das ist die günstigste Voraussetzung für die Arbeit der Bodenlebewesen. Durch ihre Kohlensäureausscheidung wird durch die Winterfeuchtigkeit der verklebte und gequollene Boden gar. Vergleichbar mit dem Aufgehen eines Hefeteigs. Die dabei endstandene Krümelstruktur des Bodens ist aber nicht ewig haltbar. Bleibt er unbearbeitet liegen, verdichtet sich der Boden durch Sonne und Regen. Außerdem ist auch die Wasseraufnahme nicht mehr so gut.  

Welche Maßnahmen muß ich ergreifen?  

Um diesen günstigen Bodenzustand zu erhalten, besteht die Aufgabe darin, die Winterfeuchtigkeit zu behalten. Der Grund ist, daß die Niederschläge im Sommer in unseren Breiten nicht kontinuierlich fallen. Wenn mehrere zu warme Tage ohne Niederschlag sind, muß gegossen werden. Oft aber reicht es nur dazu aus, unsere Pflanzen am Leben zu halten. Das Wachstum stockt. Und genau da kommt uns die Winterfeuchtigkeit zu Hilfe. Aber nur, wenn man vorsorglich ständige Hackarbeiten macht.

 Damit werden drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!

Zum ersten werden Unkräuter als starke Wasser- und Nährstoffzehrer vernichtet und zweitens durch die Unterbrechung der Bodenkruste eine flache Krümelstruktur geschaffen und die Verdunstung durch das Unterbrechen der Wasserkanäle gehemmt. Und drittens kommt hinzu, daß durch die Hackarbeiten auch eine bessere Erwärmung des Bodens erreicht wird, da eine rauhe Oberfläche sich schneller und besser erwärmt als eine Glatte und Ungebrochene.  

Auch wenn ich diese Bodenstruktur erreicht habe, ist das aber kein Garant für ewig gute Ernte. Gerade für Obstbäume und Beerensträucher ist eine ausgewogene und spezielle Ernährung in Form von Dünger erforderlich. Dazu eignet sich am besten "Pflanzenfutter für Obstbäume" von www.poetschke.de  

Bodenbedeckung – ratsam oder nicht?  

Grundsätzlich – Ja. Es erspart uns in gewisser Hinsicht einige Arbeiten und schützt. Sie schützt nicht nur vor Austrocknung sondern erspart uns auch die Unkrautbekämpfung. Eine Bodenbedeckung wirkt sich besonders günstig auf die Feuchtigkeitsverhältnisse aus und die Bodentemperatur ist wesentlich ausgeglichener. Damit schafft man die richtigen Verhältnisse für ein aktives und intensives Bodenleben durch Regenwürmer, Bodenbakterien und Pilze. Diese schaffen, wie könnte es anders sein, durch die gründliche Bodenbearbeitung eine gute Krümelstruktur, die auch gegen jede ungünstige Wetterlage geschützt ist.

 So eine Bodenbedeckung kann auch für Beete, z.B. für Erdbeeren, gemacht werden. Bei Obstbäumen und Beerensträuchern ist sie allemal ratsam. Als Material für eine Bodenbedeckung kann man fast alle trockenen, unverrottenden pflanzlichen Stoffe nehmen. Reisigholz, Stroh, Rindenabfälle wären da als Beispiel zu nehmen. Wenn man von jedem nur etwas hat, mischt man die Materialien. Am günstigsten ist es, wenn man diese Bodenbedeckung im Herbst aufbringt.

Aber auch Rindenmulch, das man aus den Gartencentern erwerben kann, ist verwendbar. Hier sollte man nur beachten, das eine zusätzliche Düngergabe vor dem Aufbringen erfolgt, weil dieser Rindenmulch gerne Nährstoffe, vor allem Stickstoff, aus dem Boden zieht.

 Du findest mich auch jetzt mit noch mehr Tipps auf Facebook

Hat Dir der Beitrag gefallen? Dann würde ich mich über einen Kommentar oder ein Gefällt mir freuen.

Amaryllis - Wunderwerk unter den Blumen

Amaryllis ist das Wort für eine Gattung und umfaßte früher eine Vielzahl der Arten. Das hat sich etwas geändert Anfang des 20. Jahrhunderts. Aber aus der früheren Großgattung Amaryllis sind insbesondere die aus Südamerika stammenden Arten der "Rittersterne" hier bei uns die gängigsten Pflanzen. Es gibt ca. 33 verschiedene Arten in Form und Farbe hier in Europa, die alle als Hybriden kultiviert sind.  

Es handelt sich um eine ausdauernde krautige Pflanze. Die Zwiebel ist ihr Überdauerungsorgan. In der Trockenheit sind die Pflanzen blattlos und bilden erst neue Blätter nach der Blütezeit. Der Ritterstern hat drei Phasen der Vegetation. Im Winter blüht er, im Sommer ist die Wachstumsphase und im Herbst hat er Ruhepause. Diese Phasen muß man auch als Kulturbedingung der Pflanzen im Zimmer beibehalten.  

Wer sich nun eine Amarylliszwiebel gekauft oder schicken lassen hat, muss sie sofort von der Verpackung befreien und einpflanzen. Die Topfgröße muss so gewählt werden, dass zwischen Zwiebel und Topfrand eine Daumenbreite Platz ist. Als Erde kann fertige Blumenerde oder gut abgelagerte Komposterde, die mit Sand und Torfmull vermischt wird, genommen werden.  

Vor dem Einpflanzen der Zwiebel müssen die alten, eingetrockneten Wurzeln entfernt werden. Nur die frischen Wurzeln werden belassen. Deshalb sollte man sich beim Kauf der Zwiebel in einem Gartencenter die Wurzeln genau ansehen, ob überhaupt frische Wurzeln zu sehen sind. Besser ist da schon das Bestellen bei einem Onlinehändler. Denn da werden die Zwiebeln erst verpackt und auf die Reise geschickt, wenn sie vom Kunden bestellt werden.

 Man dreht die Zwiebel vorsichtig in den Topf, damit alle neuen Wurzeln mit hinein kommen und füllt ihn vorsichtig mit Erde auf. Die Zwiebel darf aber nur so tief in die Erde eingesetzt werden, daß etwa ein Drittel herausragt. Die Erde gut andrücken und anschließend angießen. Die Amaryllis braucht jetzt einen warmen Platz und sie wird solange nicht mehr gegossen, bis sie eine Knospe getrieben hat, die etwa eine Handbreit - ca. 10 cm - hoch ist.  

Erst dann wird normal gegossen, aber stauende Nässe verträgt sie nicht. Wenn sich die ersten Blätter gebildet haben, muss zusätzlich zum normalen Gießen einmal wöchentlich mit einem Universalflüssigdünger für Grün- und Blühpflanzen gedüngt werden.

 Wer sich die jetzt im Handel erhältlichen Amryllis gekauft hat, muss genauso verfahren. Normales Gießen, ohne Staunässe zu verursachen, und einmal wöchentlich düngen.

Nach der Blüte wird weiterhin regelmäßig gewässert und wöchentlich gedüngt. Dadurch wird die Zwiebel gekräftigt und sie bildet auch gleichzeitig die neue Knospenanlage für das nächste Jahr. Das Gießen und regelmäßige düngen muss man bis Ende Juli durchführen. Erst ab August wird die Düngung eingestellt und ab September wird nur noch wenig Wasser gegeben, damit die Zwiebel ausreifen kann. Ende September wird auch das Gießen eingestellt.  

Die später gelb werdenden Blätter werden abgeschnitten. Sie hat jetzt ihre Ruhephase!  

Ab Mitte Dezember, besser noch Anfang Januar, wird die Zwiebel in frische Erde gepflanzt, wenn nötig in einen größeren Topf. Der vorher beschriebene Arbeitszyklus beginnt von vorn, um die Zwiebel wieder neu anzutreiben.  

Zu erwähnen ist noch, dass z. B. die Sorten "Red Lion" und "Appleblossom" sehr gerne Brutzwiebeln bilden. Meistens daran zu erkennen, dass Blätter aus der Erde wachsen. Damit kann man versuchen, sich neue Zwiebeln heranzuziehen.

Passieren kann es auch, vor allem bei großblumigen Amaryllen, dass eine fremd- oder selbsbestäubte Blüte, Samen bildet. Das können 20 - 80 Samenkörner sein. Man sollte sie aber schnellstens nach der Reife in Anzuchterde oder in Wasser zum Keimen legen. Je nach Lagerung verlieren sie nach einigen Wochen oder Monate ihre Keimfähigkeit.

 Auch eine Vermehrung durch das Teilen der Zwiebel geht. Aber das sollte man dem Fachmann überlassen. Die Zwiebeln sondern beim Zerschneiden hochgiftige Stoffe ab, die zu schweren Verletzungen der Haut führen können. Ohne Handschuhe kann das gefährlich werden. Auch die benutzten Instrumente müssen danach gründlich gereinigt und vor dem Schneiden sterilisiert werden.

Du findest mich jetzt auch auf Facebook
 
Hat Dir der Artikel gefallen? Dann klicke auf Gefällt mir oder hinterlasse einen Kommentar

Montag, 9. Dezember 2013

Praktische Ratschläge und Hinweise für den Monat Dezember

Bodenbearbeitung und sonstige Gartenarbeiten sind in diesem Monat nur noch selten möglich. So kann man sich um andere Sachen kümmern, die sonst immer etwas im Hintergrund blieben.  

Die allgemeinen Tipps für diesen Monat  

* > Gartengeräte, wie Spaten, Grabegabel und Hacke werden auf Schäden überprüft. Eventuell müssen neue Stiele angebracht werden. Damit sie keinen Rost, ansetzen werden sie gründlich sauber gemacht und eine hauchdünnen Schicht Fett oder Öl mit einem Lappen aufgetragen.

 * > Gartenlauben und Schuppen sollte man gerade im Dezember öfters überprüfen, ob sich keine Untermieter eingenistet haben. Gemeint sind Mäuse. Jetzt ist die Zeit, wo sie draußen kein Futter mehr finden. Sie machen sich nicht nur über Sämereien her sondern zerstören auch die meist dort aufgehängte Arbeitsbekleidung. Auch sie möchten es gerne warm im Nest haben. Aufgestellte Fallen verhüten den Schaden.

 * > Eine lebenswichtige Maßnahme für unsere Gartenvögel ist das Betreuen der Futterplätze. Sie sollten so angelegt sein, dass das Futter nicht nass wird und geschützt vor Katzen sind. Außerdem ist die Annahme, dass sie nur über Winter gefüttert werden sollten, komplett überholt. Gerade im Frühling und Sommer finden sie durch die Bebauung unserer Umwelt nicht mehr genug Futter, um sich und ihre Brut zu ernähren.  

* > Wer im nächsten Jahr Spaliere stellen möchte, kümmert sich um das geeignete Material. Die Latten müssen vorher behandelt werden und mindestens zweimal mit Farbe gestrichen werden. In Frage kommt nur Weiß oder ein anderer heller Farbton in Frage. Die Pfeiler für freistehende Spaliere oder die Wandhaken für Wandspaliere müssen aus Metall sein und vorher einen Anstrich gegen Rost bekommen. Für die Drähte haben sich verzinkte Drähte oder Drähte mit einem Plastemantel bewährt. Wobei bei Letzterem unbedingt zu beachten ist, dass die Plastehülle beim Anbringen der Drähte nicht beschädigt wird.

 Im Gemüsegarten  

* > Wer in seinem Frühbeet noch Gemüse zu stehen hat, wie Feldsalat oder Winterendivien, muss bei frostfreien Wetter ordentlich lüften. Das beugt Fäulnis und Mehltaubefall vor.  

* > Auch im Keller eingelagertes Gemüse muss laufen überprüft werden und der Keller sollte bei frostfreien Tagen ab und zu gelüftet werden. Gemüse mit Faulstellen müssen entfernt werden und wenn es angebracht ist, sofort verbrauchen.  

* > Grünkohl kann durch scharfe Ostwinde schnell braun werden. Um das zu verhindern, nimmt man Kiefern oder Fichtenzweige und stellt sie um die Pflanzen auf. Es erleichtert einem zusätzlich das Ernten und ist auch ein Schutz gegen Hasen und Kaninchen.  

* > Wer noch nach dem ersten Schnee graben möchte, was ja aus Zeitmangel vorkommen kann, muss darauf achten, dass der Schnee vorher weggeräumt werden muss. Gräbt man ihn mit unter, verzögert das die Erwärmung des Bodens im Frühjahr. Nach dem Graben wird der Schnee wieder auf die Fläche gebracht, denn als Schutzdecke ist er sehr gut.

 Der Obstgarten

 * > Wer sich noch die Mühe machen möchte und wer etwas Erfahrung mit dem Umveredeln (Umpfropfen) von alten Obstbäumen hat, schneidet bis zum Ende des Monats die Edelreiser. Dazu nimmt man nur einjährige Triebe, die man von der Südseite des Baumes der gewünschten Sorte nimmt. 
Wasserschosse eignen sich nicht. Diese einjährigen Triebe werden an einer gegen Sonne geschützten Stelle eingeschlagen. Das ganze Prozedere des Umpfropfen´s beginnt bereits im Januar und zieht sich unterschiedlich ob Stein- oder Kernobst über verschiedene Monate hin. Eine nicht allzu leichte Aufgabe.  

* > Hast Du Leimringe um die Obstbäume gelegt, wie geraten im Monatstipp Oktober, sollten sie in diesem Monat nochmal erneuert werden. Durch Regen und Staub haben sie ihre Leimschicht meistens eingebüßt. Auch Laub kann sich angeklebt haben und schaffen so eine gute Brücke für die Schädlinge. Denn auch im Dezember sind die Weibchen des Frostspinners noch aktiv. Die alten Leimringe müssen verbrannt oder in den Hausmüll.  

* > Einen Blick auf die inzwischen entlaubten Obstbäume kann nicht schaden, denn jetzt kann man noch Fruchtmumien entdecken, die man vorher nicht gesehen hat. Sie sind unbedingt zu entfernen und zu vernichten. Die auf ihr schlummernden Krankheitserreger und Pilze werden durch Frost nicht vernichtet und können im nächsten Frühjahr dem Baum Schaden zufügen.

 Mein Ziergarten  

* > Viel ist jetzt nicht mehr zu tun. Aber besonders vorsorglich muss man die immergrünen Gehölze bei frostfreien Wetter in der ersten Dezemberhälfte mit Wasser versorgen. Besonders dann, wenn der Herbst arm an Niederschlägen war. Denn diese Gehölze transpirieren (verdunsten) auch im Winter. Durch das zusätzliche Gießen legt man einen Wasserspeicher an. Mit Tannenreisig kann man den Boden abdecken und so zusätzliche Verdunstung verhindern. Immergrüne Gehölze erfrieren kaum. Meistens gehen sie durch Wassermangel zugrunde.  

* > Eine weitere Gefahr für Pflanzen die einen Winterschutz bekommen haben, sind Mäuse. Ein rechtzeitiges Aufstellen von Fallen oder auslegen von Giftködern verhindern, dass sie beträchtlichen Schaden an den Wurzeln der Gehölze und Stauden machen.  

Im Zimmergarten  

* > Auch Forsythienzweige eignen sich hervorragend dazu, sich etwas Frühling ins Wohnzimmer zu holen, wenn man es richtig macht. Ab dem 10. Dezember schneidet man sich Zweige, die gut mit Knospen besetzt sind. Danach müssen sie in der ganzen Länge für etwa 12 Stunden in 35 – 40° warmes Wasser liegen. Nach diesem Wasserbad kommen sie in eine Vase mit Wasser, dass Zimmertemperatur haben muss. Das Wasser muss täglich erneuert werden und in etwa 3 Wochen blühen sie auf. Je wärmer das Zimmer, umso eher blühen sie.  

* > Eine schonende Methode für die Zimmerblattpflanzen ist das Überbrausen. Auch das Abwaschen mit einem weichen Schwamm kann zu Schäden an den Blättern führen, vor allem dann wenn sie sehr zierlich und fein sind. Außerdem ist es ja auch eine enorme Arbeitserleichterung. Etwa alle zwei Wochen werden die Blattpflanzen in die Badewanne gestellt und mit 20° warmen Wasser kräftig abgebraust. Besonders gut und die geeignetste Maßnahme für Gummibäume, um den Staub zu entfernen.  

* > Verschiedene Zimmerpflanzen leiden im Winter durch große Temperaturschwankungen im Zimmer. Unterschiede zwischen 20° am Tag und nur noch 10 – 12° in der Nacht sind besonders für Pflanzen die im Winter mindestens 16° brauchen, äußerst ungeeignet. Zum Beispiel Dieffenbachien und eine Reihe Philodendronarten. Sie vertragen eine gleichbleibende Temperatur von 16° besser. Dementsprechend wird auch sparsamer mit dem Gießen umgegangen und das Wasser darf nicht kalt sein.

10 € Rabatt auf einen 50 € Geschenk-Gutschein bei BALDUR-Garten.de! Gültig mit dem Rabatt-Code XMAS13 ab sofort bis 18.12.2013! Nicht kombinierbar mit anderen Rabatt-Aktionen.

 
Mich findest Du jetzt auch auf Facebook

Wie Du sicher gelesen hast, gibt es für einen Kleingärtner immer was zu tun. Klicke auf Gefällt mir oder schreibe einen Kommentar, wenn Dir die Tipps gefallen haben.

Fleischfressende Pflanzen

Hast Du nicht auch schonmal eine fleischfressende Pflanze gekauft und nach einer gewissen Zeit war es vorbei mit ihr? Woran hat es gelegen? Keine Ahnung? Aber da bist Du nicht der einzige Blumenliebhaber. Aus diesem Grund hier mal einen informativen Überblick von einer empfehlendswerten Seite.

  Fleischfressende Pflanzen sind ein echtes Wunder. Eigentlich sind sie überhaupt nicht schwierig zu halten, wenn man die wichtigsten Grundsätze beachtet. Fast allen Arten brauchen kalkfreies Gießwasser! Karnivoren hassen Leitungswasser und alle anderen zusätzlichen Nährstoffe. Auf keinen Fall düngen und nur mit Regenwasser, destilliertem Wasser oder Brunnenwasser gießen. Leitungswasser führt mit Sicherheit zum Verlust der Pflanzen.

  Fast alle fleischfressenden Pflanzen sind Moor- bzw. Sumpfpflanzen und benötigen ständige Feuchtigkeit. Man stellt die Pflanzen in einen Untertopf, der ständig mit Regenwasser gefüllt ist. Das Übersprühen von oben ist bei den meisten Arten nicht ratsam. Es kann zu Schimmelbildung führen (Außer bei Nepenthes Arten -Kannenpflanzen, diese benötigen eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit). Aus Unwissenheit oft falsch gemacht! 

Die Pflanzen dürfen auf keinen Fall in gewöhnliche Blumenerde getopft werden, da diese zu viel Nährstoffe enthält. Hierfür gibt es spezielles Substrat hier in dem Onlineshop. Die Pflanze hält problemlos ein ganzes Jahr auch ohne Nahrung und Dünger aus und muß nicht gefüttert werden. Sie fangen ganz von selbst schon genug Insekten zum Überleben. 

Es sterben wesentlich mehr Pflanzen an Überfütterung als an Unterernährung. Viele fleischfressende Pflanzen halten tatsächlich eine Art Winterruhe und ziehen sich im Winter fast vollkommen zurück. Das ist ganz normal und natürlich, da es im Winter sehr wenige Insekten gibt und damit eine optimale Nahrungsaufnahme nicht mehr vorhanden ist. Viele fleischfressende Pflanzen können sogar erstaunlicherweise unsere harten Winter problemlos überstehen und wachsen im Frühjahr zu neuer Pracht. Licht ist für jede Pflanze unabdingbar. 

Alle fleischfressenden Pflanzen außer Pinguicula-Fettkraut, Utricularia-Wasserschlauch und Nepenthes-Kannenpflanzen vertragen volle Sonne und sollten immer möglichst hell stehen.

 Sind fleischfressende Pflanzen gefährlich ?  

Es wird viel über fleischfressende Pflanzen erzählt. Das geht hin bis zu menschenfressenden Pflanzen. Aber da kann man nur sagen, Hollywood läßt grüßen. In Wirklichkeit sind fleischfressende Pflanzen weder für Haustiere noch für Menschen gefährlich oder giftig. Sie sind zwar in der Lage viele Insekten und auch kleinere Säugetiere festzuhalten, zu zersetzen und für das eigene Wachstum zu nutzen, doch sind sie weder giftig, noch kann die Säure, die für den Verdauungsprozess zuständig ist, dem Menschen oder einem gewöhnlichen Haustier Schaden zufügen.  

Jede fleischfressende Pflanze fängt sich die Insekten auf ganz natürliche Weise. Wenn es keine Insekten im Winter gibt, ziehen sich die Pflanzen komplett zurück. Das Füttern der Pflanzen führt meist unweigerlich zum Absterben der entsprechenden Fallmechanismen.  
Die Venusfliegenfalle beispielsweise hat 2 bis 3 Fühlborsten im Inneren der Fallen, wenn diese 2 x innerhalb kurzer Zeit gereizt werden, schnappt die Falle sofort zu. Bei einem Regentropfen würde die Falle nicht zuschnappen, da sie nur einmal gereizt wird.  
Landet aber ein Insekt auf die Pflanze, oder es läuft darüber, werden die Fühlborsten mehrfach aktiviert, der Fallenmechanismus ausgelöst und die Falle ist zugeschnappt. Sehr schnell merkt sie auch, ob es sich um ein lebendes Opfer handelt, da es im Falleninneren weiterzappelt. 

Wenn das Insekt tatsächlich lebendig gefangen wurde, schließt die Pflanze ihre Fallen komplett luftdicht ab und wird dadurch zum Magen umfunktioniert. Das Insekt wird dann tatsächlich verdaut.  

Werden die Fallen nur künstlich gereizt, öffnet sich die Falle innerhalb von wenigen Tagen wieder. So einfach läßt sie sich nicht austricksen. Ein Verdauungsvorgang durch selbstgefangene Insekten, kann hingegen mehrere Wochen dauern.  
Jede Falle einer Venusfliegenfalle kann sich maximal 7 mal schließen oder 3 komplette Verdauungsvorgänge abschließen bevor das Blatt abstirbt.

 Es kommen zwar immer wieder kleinere Fallen nach, aber man tut ihr damit keinen großen Gefallen, wenn man sie zu Demonstrationszwecken künstlich reizt. Solltest Du nun Gefallen gefunden haben an einer fleischfressende Pflanze, rate ich Dir, sich ausführlich mit dem Thema und die Art der fleischfressenden Pflanze zu beschäftigen.  

Du findest mich jetzt auch auf Facebook. Schau mal vorbei!

Sonntag, 17. November 2013

Praktische Ratschläge und Hinweise für den Monat November

Der vorletzte Monat in diesem Jahr bricht an. Im Garten ist nicht mehr viel zu machen, aber trotzdem gibt es vorbereitende Arbeiten für den kommenden Winter. Hier ein paar Ratschläge, denn kleine Ursachen haben manchmal große Folgen.  

Tipps für diesen Monat

 * > Die Gärten sollten unbedingt vor Hasen- und Kaninchen geschützt werden. Die Überprüfung der Zäune ist unbedingt anzuraten. Bei Holzzäunen ist es ratsam zusätzlich engmaschiges Draht anzubringen. Dabei muss man aber auch die eventuelle Schneehöhe mit beachten. Ist die Drahthöhe niedriger als die Schneehöhe, kommen die Tiere ohne weiteres in den Garten. Die meisten Schäden erleiden dann unsere Bäume durch Verbiss. Zusätzlicher Schutz für die Bäume ist auch das Umwickeln der Stämme mit Drahtgeflecht.

 * > Wer keimfreie Komposterde haben möchte, muss sie auf alt hergebrachte Art, am besten in einem alten Waschkessel, dämpfen. Geht aber nur wenn sie noch nicht gefroren ist. Dann sollte man den Arbeitsgang auf das Frühjahr verschieben.

 * > Schlösser, Türbänder und alles was sich bewegen muss, wird zumindest mit Öl bestrichen, damit es nicht über Winter einrostet. Fett, sogenanntes Staufferfett ist natürlich besser, weil es bei zwischenzeitlichen Tauperioden nicht so leicht ausgewaschen wird. Vorhängeschlösser schützt man nach dem Einölen am besten, wenn man sie in einen dichten Beutel einpackt. Wo die Möglichkeit ist, kann man auch eine zurecht geschnittene Gummiplatte aus etwas stärkeren Gummi über das Schloss anbringen. Sie wirkt dann wie ein schützendes Dach gegen Regen und dem Tauwasser.

 * > Alle Wasserbehälter müssen leer gemacht werden. Sind sie fest am Boden verankert, muss man sie wasserdicht zudecken. Ansonsten reicht es, sie einfach umzudrehen. Wichtig dabei ist, dass die umgedrehten Fässer zumindest auf eine Seite auf einen Stein liegen, sodass die Luft zirkulieren kann.

 * > Wasserleitungen müssen vor Eintritt des ersten Frosts abgestellt und entleert werden. Angebracht ist es auch, die Zapfstellen (Standrohre) zu verpacken wenn sie mitten im Garten stehen. Oft vergessen Kleingärtner, die eine eigene Wasseruhr im Garten haben, sie auch gegen Frost zu schützen. Sie sind meistens in einem Schacht, der aber nicht Frostsicher ist. Zusätzliches Einpacken der Wasseruhr mit Stroh oder alter Kleidung ist immer noch besser, als im nächsten Frühjahr eine zerfrorene Wasseruhr vorzufinden und damit zusätzliche Kosten für die Erneuerung.
  
* > Buchenlaub ist eine sehr gute Schutzdecke, da es sehr langsam verrottet und auch in gewissen Grenzen wasserabweisend ist. Vor allem für Stauden, die einen Frostschutz brauchen, sehr gut.
  
* > Wer eine freie Ecke im Garten hat, kann auch den Obstbaumschnitt, gemischt mit Laub, erst mal da lagern und so einen Unterschlupf für den Winterschlaf des Igels zur Verfügung stellen. Er wird es Dir im nächsten Jahr nach dem Aufwachen danken, indem er viele Schädlinge vertilgt.

 Im Gemüsegarten
  
* > Der letzte Chinakohl muss im Keller eingeschlagen werden, bevor starker Frost kommt. Er verträgt zwar bis -8° aber im gefrorenen Zustand darf man ihn nicht ernten. Deshalb ist es besser ihn jetzt in den Keller zu bringen. Eingeschlagen wird er mit Wurzeln in feuchten Sand, der immer feucht gehalten werden muss. Der Abstand muss so gewählt sein, dass sich die Köpfe nicht berühren, da es sonst zu Faulstellen kommt.
  
* > Alle Kohlarten, außer Grün- und Rosenkohl, sind vor Frostbeginn zu ernten. Wer, wie im letzten Monatsratschlag zu lesen war, Wintersalat gepflanzt hat, muss jetzt für den Schutz sorgen. Geeignet dazu sind am besten Fichtenzweige, weil sie einmal vor der Wintersonne schützen und dadurch die Verdunstung durch die Blätter verringert.

  * > Wer im Keller Rhabarber treiben möchte, muss jetzt 3-4 kräftige Pflanzen mit Erdballen, ob junge oder alte Pflanzen ist egal, nach dem Vergilben der Blätter ausgraben. Anschließend werden sie in einem kalten Schuppen oder ähnlichen Raum gelagert. Der geringe Frost, der dort eventuell eindringt, macht ihnen nichts aus. Im Gegenteil, sie werden dadurch treibwilliger. Lediglich muss man darauf achten, dass die Wurzelstöcke nicht austrocknen. Hier verbleiben sie bis die Treiberei im Januar beginnt. Dann kommen sie in den Keller. Da werden sie dicht aufgestellt und die Zwischenräume mit feuchten Torf ausgefüllt, der immer feucht sein muss. Die Kellertemperatur sollte bei 10° - 14° liegen und er sollte dunkel sein. Je dunkler und wärmer der Raum, umso zarter und länger die Blattstiele.

 Der Obstgarten

 * > Die Kontrolle unseres eingelagerten Obstes ist ständig vorzunehmen. Alle fauligen und stippigen Früchte sind zu entfernen. Die stippigen Früchte kann man noch verwerten sobald die ersten gelb bräunlichen Flecken zu erkennen sind. Wartet man damit zu lange, ist das Fruchtfleisch ungenießbar, weil es bitter schmeckt.  

* > Ein guter Schutz gegen Frostrisse an den Stämmen unserer Obstbäume ist das Kalken. Damit wird verhindert, dass sich die Rinde durch die Sonne am Tag erwärmt. Durch den plötzlichen Abfall der Temperatur in der Nacht gibt es Spannungsrisse in der Borke. Vorher müssen aber die Stämme von abgestorbener Rinde befreit werden ohne junge Rinde zu verletzen. Das funktioniert am besten mit einer harten Bürste. Notwendig ist auch das Unterlegen von Tüchern. Unter der Rinde verstecken sich so manche Schädlinge, die dann anschließend vernichtet werden müssen.
   
* > Angebrachte Leimringe gegen den Frostspanner sind nochmal zu kontrollieren. Besonders auf ihre Klebefähigkeit und ob sich eventuell Blätter angesetzt haben, die dem Frostspannerweibchen als Brücke dienen.
  
* > Bevor der erste Schnee fällt müssen alle Obstbäume nochmal auf hängengebliebene und abgestorbene Früchte überprüft werden und vernichtet werden. Dazu gehört auch ein Überprüfen an der Erde auf eventuell abgefallene Früchte. Diese Früchte sind oft mit Monilia befallen und würden beim Hängenbleiben diese Krankheit verbreiten.          
  

 * > Der Herbst ist die günstigste Zeit um Himbeeren zu pflanzen. Je früher, um so besser wachsen die Pflanzen an. Dabei muss man unbedingt beachten, dass die Knospen an der Basis nicht ausbrechen. Diese Knospen sind wichtig für den Austrieb der Pflanze. Nach dem Pflanzen muss sofort der Pflanzschnitt gemacht werden. Man schneidet die Ruten bis auf etwa 30 cm Höhe zurück. Sollten zwei Triebe an einer Pflanze sein, wird nur einer behalten. Der andere Trieb wird bis zur Basis entfernt. Durch den Schnitt werden die Basisaugen im Frühjahr zum Austrieb veranlasst.
   
* > Kühle Keller eignen sich am besten für die Obstlagerung. Wenn die nicht zur Verfügung stehen, geht es auch in der Laube oder im Schuppen. Dann muss man aber das eingelagerte Obst gegen Frost schützen. Zum Beispiel durch Abdecken mit alten Textilien. Der Keller zum Einlagern sollte eine Temperatur von 3°- 4° haben und damit das Obst nicht schrumpft, braucht man eine ständige Luftfeuchtigkeit. Diese bekommt man am besten hin, wenn man die Stiegen mit Folie abdeckt.
   
* > Um die Ertragsleistung von Beerenobst positiv zu beeinflussen, wird eine Bodenabdeckung im Spätherbst gemacht. Besonders eignen sich dazu Stroh, Laub, Säge- oder Holzspäne, Schreddermaterial und andere organische Stoffe. Die Deckschicht muss jährlich erneuert werden, weil die Wurzeln in die Deckschicht hineinwachsen.
  
Mein Ziergarten  

* > Wenn Gladiolenknollen trocken und geputzt sind, bringt man sie jetzt in den Überwinterungsraum. Die richtige Zeit zum Putzen ist, wenn sich die alten Knollen vom Boden der neuen leicht lösen lässt und die Hüllen der Knollen leicht rascheln beim Bewegen. Der noch vorhandene Stengelteil wird dabei mit entfernt. Beschädigte Knollen dürfen auf keinen Fall im gleichen Raum mit überwintern. Leicht beschädigte Knollen kann man in einem separaten Raum überwintern. Nur müssen sie nach dem Putzen für mindestens 2 Std. in einer 12 bis 15° warmen Beizlösung liegen. Anschließen müssen sie in einem warmen Raum sehr schnell trocknen. Gladiole brauchen zum Überwintern einen trockenen luftigen Raum bei ungefähr 8 bis 12°. 

Wer wenig Platz hat, kann die Knollen auch in Plastikbeutel lagern, die aber mit Löchern versehen sein müssen. Schwitzwasserbildung würde sich nachteilig auswirken. Ist kein frostsicherer Raum vorhanden, kann man die Knollen auch in trockenen Torf lagern. Die Knollen müssen dabei untereinander mindestens 5 cm Abstand haben und man kann auch eine zweite Schicht Knollen aufbringen, die aber mindestens mit einer 2 cm dicken Schicht Torf von der ersten Schicht getrennt ist.  

* > Für alle in der Erde überwinternden Zwiebel- und Knollengewächse ist es ratsam, eine Schutzdecke aufzubringen. Verrotteter Stalldung oder Torf eignen sich dazu besser als Laub. Als Behelf geht es natürlich auch. Nur muss man es ab und zu kontrollieren, ob es nicht vom Wind verweht wurde. Die Schichtdicke sollte sollte 5 bis 6 cm hoch sein.
   
* > In rauen Gegenden ist es ratsam, den immergrünen Steingartenstauden eine Schutzdecke aus Fichtenreisig zu geben. Das ist nicht wegen der Kälte, sondern soll sie vor der Wintersonne schützen wenn mal nicht viel Schnee gefallen ist. Durch zu starke Sonneneinstrahlung werden die Pflanzen zur Assimilation (Wasserverdunstung über Blätter und Nadeln) angeregt. Durch den gefrorenen Boden können sie keine Feuchtigkeit entnehmen und es kann zu Vertrocknungserscheinungen kommen.
   
* > In Gefäßen stehende Seerosen und andere Wasserpflanzen bringt man nach dem Entleeren von flachen Becken ins´s Winterquartier. 1 bis 5° ist die idealen Überwinterungstemperatur. Jede höhere Temperatur regt die Pflanzen zum unerwünschten Austrieb an. Alle schlechten Pflanzenteile müssen dabei entfernt werden, um keine Fäulnis entstehen zu lassen. Bei tiefen Becken, die über Winter nicht bis zum Grund gefrieren, ist das Herausnehmen der Seerosen nicht nötig.

 * > Wenn der Rasen im November noch zu hoch ist, kann man ihn nochmal schneiden. Je kürzer er in den Winter geht, um so geringer sind die Schäden durch Auswintern. Eine 4 bis 6 mm starke gesiebte Komposterde eignet sich am besten dazu. Allerdings sollte sie frei von Unkrautsamen sein, das man durch das althergebrachte Dämpfen ausschließt.

 * > Wenn der Boden noch nicht gefroren ist, kann man auch im November noch Zierhölzer, die zu groß geworden sind, entfernen und durch neue ersetzen. Man darf nur nicht den Fehler machen, dieselbe Sorte auf den freien Platz neu einzupflanzen.

 Der Zimmergarten

 * > Die Pflege der Zimmerpflanzen muss auch im November mit viel Sorgfalt weitergehen. Vor allem die Versorgung mit Wasser, das Zimmertemperatur haben muss.

 * > Die Zimmertanne (Araucaria) muss regelmäßig das ganze Jahr über in einwöchentlichen Abstand gedreht werden, damit sie gleichmäßig wächst. Sie ist eine Kalthauspflanze, die sich besonders gut in mäßig warmen Zimmern gut entwickelt. Das regelmäßige Drehen kann man auch auf andere Zimmerpflanzen mit Erfolg anwenden. Dieffenbachien und Kolbenfäden sind das klassische Beispiel.
  
* > Oft wird der Fehler gemacht, dass mit Knospen besetzte Kamelien mal schnell in ein warmes Zimmer gebracht werden, um sie zum Blühen zu bringen. Das genaue Gegenteil wird passieren. Die zu trockene Luft führt dazu, dass sie bald die Knospen abwirft. Ein kühles Zimmer mit einige Grade über Null, ist der beste Standort. Sie blühen zwar etwas später, aber mit Garantie. Darauf achten muss man nur, dass der Erdballen niemals völlig austrocknet
.  
* > Wer auch im Winter in der warmen Stube einen Hauch Frühling genießen möchte, kann das mit Hyazinthen, Tulpen, Krokussen und Narzissen machen. Wie man es macht und was es zu beachten gibt kannst Du hier lesen.


  fleurop.de

Du findest mich jetzt auch hier auf Facebook.


OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ich hoffe, Du hast wieder so einige Tipps mitnehmen können. Über einen Kommentar, Teilen oder "Gefällt mir" würde ich mich freuen.

Montag, 28. Oktober 2013

Kleines Gartenlatein

> Mäuse knabbern Löcher in die Teichfolie? Ein Gerücht! Oft zu lesen, dass man unter der Folie Mäusedraht legen sollte. Der bewirkt nur eines. An den scharfen Kanten wo er zusammen geknüpft wird, bekommt die Folie Löcher. Wird vor dem Auslegen der Folie eine richtige dicke Schicht Kies gebracht, legt sich die Folie an und eine Maus wird nie da graben, wo immer wieder alles zusammen fällt.

> Ringelblumen verbessern nicht nur die Bodenqualität sondern vertreiben durch ihre Wurzelausscheidungen die für viele Kulturen schädlichen Älchen.

> Gute Algenvernichter im Teich sind Fische wie Goldorfen und Rotfedern. Unterwasserpflanzen wie Hornkraut, Tausendblatt oder Krebsschere produzieren Sauerstoff und helfen im Kampf gegen Algen.

> Reich an Vitamin B, E und Beta-Karotin sind Sonnenblumenkerne. Absolut cholesterinfrei, mehr Eisen als kaum ein anderes pflanzliches Lebensmittel und daher sehr gesund.

> Ein wichtiger Rohstoff für den Kompost ist das Herbstlaub. Damit es gut verrotten kann, sollte man es mit anderen Abfällen vermischen.

> Wann ist Komposterde fertig? Richtig heißt es – Wann ist sie reif? Antwort: Wenn sie feinkrümelig, dunkel ist und nach Erde riecht. Dann kannst Du sie sieben und verwenden.

> Äpfel wirken entzündungshemmend und fördern die Verdauung. Zwei Äpfel täglich senken den Cholesterinspiegel beträchtlich.

> Ein großer Teller aus Eierkarton mit perfekt aufeinander abgestimmten Blumenzwiebeln in Größe und Abstand nennt man Pflanztray.

> Weinmonat oder Gilbhart wird der Oktober auch genannt, weil das Laub jetzt zu gilben anfängt. Die Aster ist die Oktoberblume, weil sie den Nachtfrösten am längsten widersteht.

> Keller- und Mauerasseln findet überall dort, wo es feucht warm und dunkel ist. Im Kompost sind sie sehr hilfreiche Tierchen, denn sie zerkleinern die Abfälle systematisch. Probleme kann es im Gewächshaus geben. 
Kleiner Trick: Ein paar morsche Bretter ausgelegt, um sie anzulocken und sie dann ins Freie oder auf den Kompost befördern. Schäden an eingelagerten Kartoffeln oder Blumenzwiebeln werden nicht von Asseln verursacht. Sie sind nur dann da, wenn es verletzte oder angefaulte Kartoffeln oder Blumenzwiebeln gibt.

> Entscheidend für gute Komposterde ist der Ansatz. Zerkleinert und gut gemischte Materialien ist die halbe Miete. Zusätzlich kann man die Verrottung beschleunigen, wenn man eine Handvoll ausgereifter Komposterde untermischt. Alternativ geht es auch mit „Kompoststarter“ oder „Kompostbeschleuniger“. Kompost von Walnuss- und Eichenlaub, aufgesetzt mit Stickstoff, ergibt eine sauer reagierende Erde für alle Moorbeetpflanzen.

> Im Oktober pflanzt man wurzelnackte- laubabwerfende Gehölze. Das sind meistens Heckenpflanzen und Obstbäume die man preisgünstiger und nicht als Containerpflanzen kauft. Pflanzen darf man sie aber erst, wenn sie kein Laub mehr haben. Durch das Roden in der Baumschule verlieren sie viele ihrer feinen Wurzeln. Sie würden vertrocknen, wenn sie noch ihre Blätter hätten.

> Gladiolen, Knollenbegonien und Dahlien werden erst ausgegraben, wenn ihre Blätter durch den ersten Frost erwischt wurden. Sie werden gereinigt und an einen frostfreien Ort gelagert.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA